Musikpunkt Nürnberg

Unsere Lehrkräfte für Streicher

Liana Pereira - Cello - Viola da Gamba - Fidel
Sergej Simkin - Violine - Suzuki Methode
Jamila Musayeva - Violine - Geige
Oleksandr Demydas - Violine - Suzuki Methode

Die Violine (Geige)

Die Violine (Geige) ist ein zu den Kastenhalslauten gehörendes Streichinstrument. Ihre vier Saiten werden mit einem Bogen gestrichen. In der Tradition der klassischen europäischen Musik spielt die Violine eine wichtige Rolle – viele große Komponisten haben ihr bedeutende Teile ihres Schaffens gewidmet. Violinen werden von Geigenbauern hergestellt. Die Anschaffungspreise für Violinen variieren zwischen unter 50 Euro für „Billiginstrumente“ und Beträgen im sechs- bis siebenstelligen Bereich für Instrumente berühmter Geigenbauer, die sich durch überragende Klangqualität auszeichnen.

Für den frühen Beginn des Geigenspiels mit kleinen Händen und kurzen Armen gibt es angepasste Instrumente, 7/8-, 3/4-, 1/2-, 1/4- oder 1/8-Geigen, ja sogar 1/16- und 1/32-Instrumente werden hergestellt. Hierbei darf aus dem Bruch in der Bezeichnung nicht auf die reale Größe geschlossen werden, tatsächlich ist eine 3/4-Geige nur etwa 6% kleiner als eine „ganze“ und eine 1/2-Geige nur etwa 12%.

Die Violine nach Suzuki-Methode

Die Suzuki-Methode:

Musik wirkt unmittelbar auf die Sinne des Menschen, setzt Gefühle frei, vermittelt Freude, weckt schöpferische Kräfte. Musik verbindet Menschen miteinander und vermittelt Gemeinschaftserlebnisse.

In diesen beiden Sätzen liegen fast alle Gedanken, die bei Shinichi Suzuki zu einer tiefen
Überzeugung gewachsen sind, um bereits ganz kleine Kinder an die Musik heranzuführen und zu unterrichten.
Suzuki entwickelte vor mehr als 50 Jahren ein Schulwerk für die Violine - später auch für Viola, Violoncello, Querflöte und Klavier -, das inzwischen weltweit verbreitet ist. Übertragungen auf die Instrumente Kontrabaß,
Gitarre, Harfe, Blockflöte und Gesang befinden sich zur Zeit in der Erprobungsphase. In enger Anlehnung an die muttersprachliche Erziehung wird zunächst ganz auf das Notenlesen verzichtet. Die Kinder erlernen ihr Instrument durch Hören, Beobachten, Nachahmen und Verbesserung durch ihren Lehrer. So gehen die elementaren Zusammenhänge zwischen Vorstellen, Hören, Empfinden und Spielen unmittelbar ineinander über. Das Kind erfährt also Musik von Anfang an als ein lebendiges Ganzes und muß sie sich vorerst nicht analytisch erarbeiten. Später, wenn das Kind in der Schule mit dem Lesen beginnt, erlernt es natürlich die
Notenschrift. Auch diesen Schritt leitet Suzuki von dem Naturgesetz des Spracherwerbs ab:
Zuerst sprechen - danach lesen. Suzukis Methode ist im Anfangsbereich genau auf die Möglichkeiten von kleinen Kinder abgestimmt. Deshalb können bereits drei- oder vierjährige Kinder mit dem Unterricht beginnen.

Von grundlegender Bedeutung ist die aktive Mitarbeit von Mutter oder Vater, denn sie sollen die Kinder zu Hause beim täglichen Üben liebevoll anleiten und ermutigen. Daher nehmen sie konsequenterweise in den ersten Jahren an allen Unterrichtsstunden teil und werden so nach und nach in die Gesetze des Instrumentalspiels eingewiesen. Die Vorteile, die sich durch diese Zusammenarbeit von Lehrer und Eltern ergeben, sind deutlich in dem soliden instrumentaltechnischen Niveau der Kinder und ihrer positiven Einstellung ihrem Instrument und der Musik gegenüber festzustellen. Ein weiterer Unterschied zum traditionellen Instrumentalunterricht ist, daß der Schüler von Anfang an am Einzel- und Gruppenunterricht teilnimmt, d. h. es wird mit ihm individuell gearbeitet und er lernt gleichzeitig die Möglichkeiten des gemeinsamen Musizierens kennen.

Das Zusammenspiel mit anderen Kindern verstärkt musikalische Lernziele (z. B. rhythmische Einordnung) und hat zugleich eine stark motivierende Funktion. Suzukis pädagogisches Konzept ist nicht nur als ein musikalischer Bildungsweg zu verstehen. Er möchte nicht in erster Linie Berufsmusiker heranbilden, sondern über das Medium Musik einen Beitrag leisten, das Kind in seiner ganzen Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Auf spielerische Weise werden das Gedächtnis, die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit geschult, Einübung sozialen Verhaltens in der Gruppe, die Sensibilität dem Schönen bzw. der Kunst gegenüber geweckt und die Einsicht vermittelt, daß Lernen und Üben in allen Bereichen eine lebenslange Aufgabe darstellen. Der Titel seines Hauptwerkes verdeutlicht sein pädagogisches Vermächtnis, das auch zukünftig von seinen Lehrern weiter umgesetzt werden wird: »Erziehung ist Liebe«.

Die Viola (Bratsche)

Die Bratsche (italienisch viola, französisch alto) ist der heute im Deutschen (umgangssprachlich)gebräuchliche Name für ein Streichinstrument, dessen Alternativbezeichnung Viola ein Relikt derhistorischen Violenfamilie des 16. und 17. Jahrhunderts ist. Auf den ersten Blick wirkt sie wie einegrößere Violine, ist jedoch etwas anders proportioniert, tiefer gestimmt und klingt dunkler.

Bratsche ist eine Umformung der italienischen Bezeichnung Viola da braccio (Armgeige) undbezieht sich auf die Handhabung durch den Bratschisten, im Gegensatz zur Viola da Gamba, derenSpieler Gambist genannt wird.Ein größerer Instrumentenkorpus bedeutet eine längere Mensur (schwingende Saitenlänge) mitdemzufolge größeren Tonabständen. Die Finger der Griffhand sind beim Spielen permanentgespreizt und müssen gleichzeitig entspannt werden, um die Fingerfertigkeit zu gewährleisten.Schon auf der kleineren Geige wird der linke Arm stark einwärts gedreht. Durch die Bratsche wirdder Halteapparat aus Arm, Rücken und Schulter ungleich stärker beansprucht. Durch die starkeSupination des Armes entsteht eine Grenzposition, die leicht zu Muskelverhärtung undSchleimbeutelentzündung des Ellenbogengelenks führen kann, wenn die Spieltechnik nichtsachgemäß ist. Bis in die Barockzeit hinein wurde die zweittiefste Stimme eines mehrstimmigenStreichersatzes auf Viola tenore genannten Instrumenten mit Korpuslängen von ca. 48 cm gespielt,die mittlere Stimme auf der mit 40 bis 42 cm Korpuslänge vielen heutigen Bratschenentsprechenden Viola alta (daher die französische Bezeichnung „alto“).

Im Ensemblespiel des 16.und 17. Jahrhunderts hielten sich die Spielanforderungen in Grenzen, sodass die Viole tenore trotzihrer Größe gut spielbar war. Im 18. Jahrhundert jedoch wurden viele dieser Instrumente dergesteigerten technischen Anforderungen wegen verkleinert, beispielsweise wurde für denStreichersatz der Frühklassik gerne die ursprünglich dreiseitige Violetta adaptiert.Heute werden die klanggebenden Mittelstimmen, für welche die ehemals speziellen Viola–Bauweisen entstanden, von Bratsche (und Cello) ausgeführt. Allerdings führt dieWiederentdeckung des historischen Klanges mittels Nachbau alter Violainstrumente undhistorischer Spielweise zurück zur ursprünglichen Vielfalt der Instrumente.

Das Violoncello (Cello)

Das Wort stammt aus dem Italienischen und bedeutet eigentlich „kleiner Violone“. Die deutsche Bezeichnung war früher auch Bassgeige oder kleine Bassgeige.

Das Violoncello (Cello) wird vom Violoncellisten mit einem Bogen gestrichen. Im Gegensatz zur Violine (Geige) und Viola (Bratsche) wird das Instrument (mit dem Hals nach oben) aufrecht zwischen den Beinen gehalten und steht heute meist mit einem ausziehbaren Stachel aus Metall, Holz oder Karbon auf dem Boden. Das Instrument angeblich entstand nach 1535 in Norditalien.

Für Kinder, die das Instrument erlernen, gibt es neben dem normalen (Korpuslänge etwa 750 mm) auch Instrumente in kleineren Ausführungen. Die Größen reichen von
1/16
über 1/8
(720 mm). Aus der Bruchzahl lässt sich aber nicht direkt auf die Größe des Instruments schließen. So beträgt die Größe eines 3/4 Violoncellos etwa 90 % eines 4/4 Violoncellos, die eines 1/8
Violoncellos noch 65%.
(Kl. 510 mm), 1/4
(590 mm), 1/2
(655 mm), 3/4

E-Geige

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E-Cello

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