Musikpunkt Nürnberg

Die Barock-Violine

Die Barockvioline (auch gelegentlich Violine in alter Mensur oder Kurzhalsgeige genannt) entspricht der gängigsten Bauweise und der Klangästhetik, die in den ersten beiden Jahrhunderten nach dem ersten Auftreten der Violine üblich waren (etwa 1580–1800). Das Instrument wird seit Ende der 1950er Jahre wieder verstärkt in Abgrenzung zur modernen Violine verwendet (siehe Historische Aufführungspraxis). Der Begriff Barockvioline ist eher neueren Datums und eigentlich kunsthistorisch nicht korrekt, weil die Violine einige Jahrzehnte vor dem Beginn der Barockzeit in ihrer grundlegenden äußeren Form und Funktion entstanden ist.

Die heute vorhandenen sogenannten Barockviolinen lassen sich in drei Gruppen einteilen:

  • Original erhaltene Instrumente. Diese gibt es allerdings nur in sehr geringer Zahl; einzelne Teile wie Saitenhalter, Bassbalken, Steg u.a. sind ggf. rekonstruiert.

  • Alte Instrumente, die ab dem späten 18. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre umgebaut (modernisiert) wurden, um sie den jeweils herrschenden Klangvorstellungen anzupassen, und die später in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt wurden.

  • Neue Instrumente. Sie sind Repliken, die nach verschiedenen alten Vorbildern gebaut werden.

Die Fidel

Siehe "Viola da Gamba"

Die Viola da Gamba (Gambe)

Die Gamben entstanden wahrscheinlich im 15. Jahrhundert in Spanien Sie haben fünf bis sechs,später auch sieben Saiten in Quart­ Terz Stimmung und ein mit Bünden versehenes Griffbrett. Den Bogen hält der Spieler im Untergriff. Die Gamben haben sich bis ins 18. Jahrhundert in der Musikzahlreicher europäischer Länder behauptet, vornehmlich in Italien und Frankreich, England und Deutschland mit jeweils eigenen Ausprägungen von Mensur und Baugestaltung sowie mit unterschiedlichen Funktionen beim Solo­, Ensemble­ und Generalbass­Spiel.

Mit dem Aufkommen von Violoncello (Cello) und Kontrabass gerieten die Gamben, die bis dahin die Kammermusik von Akademien, Aristokratie und wohlhabendem Bürgertum bestimmt hatten,allmählich in Vergessenheit, gaben jedoch einige ihrer bau­ und spieltechnischen Eigenheiten an die modernen Instrumente weiter. Vor allem durch die historische Aufführungspraxis erlebte die Viola da gamba seit Beginn des 20. Jahrhunderts eine Renaissance.

Die Violone

Siehe "Viola da Gamba"

Die Barock-Oboe

Die Barockoboe unterscheidet sich von der modernen Instrumentenvariante vor allem durch das Fehlen der vielen silbernen Klappen. Ihr Spiel ist etwas weniger anstrengend und flexibler, der Ton ist etwas weniger durchdringend und brillant und passt gut in den warmen Klang eines Barockorchesters oder einer barocken Kammermusikgruppe. An Musikschulen ist die Barockoboe eine Seltenheit! Zu ihrer Blütezeit galt sie als Königin der Blasinstrumente und wurde miteinigen der schönsten Soli bedacht. Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und viele andere berühmte Komponisten setzten sie in ihren Werken häufig ein.

Das Barock-Violoncello

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